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Stickdatei zu Ostern: Inspiration für deine Stickmaschine

Ostern steht bald vor der Türe und wer sich in dieser Zeit mit Freunden trifft braucht natürlich auch ein passendes Mitbringsel. Das dachte ich auch beim Gedanken an unseren nächsten Spieleabend, zu dem ich nicht mit leeren Händen fahren möchte. 

Da ich seit einem halben Jahr stolze Besitzerin einer Bernette B79 bin, aber noch nicht allzuviel gestickt habe, wäre das jetzt die Gelegenheit. Ob mein Plan, den zuckersüßen Fellhasen Matthis mit Blume und Küken auf weißen Stoff zu sticken, aufgeht? Es hat geklappt. Wie? Das erzähle ich dir jetzt:

Die Stickmaschine vorbereiten

Zunächst einmal lege ich die beiden Stickdateien bei Makema für die Stickrahmengröße 13 x 18 in den Warenkorb. Nach dem Kaufabschluss bekomme ich ruckzuck eine Mail, in der die Dateien zum Download angezeigt werden. Ein Klick darauf und die Zip-Datei mit all den verschiedenen Dateiformaten befindet sich nun auf dem Rechner. Meine Stickmaschine arbeitet mit allen gängigen Dateiformaten. Deshalb habe ich mir irgendeine ausgewählt. Wer eine andere Maschine besitzt, muss in der Regel eine ganz bestimmte Dateiendung auswählen. 

Tja, Not macht erfinderisch. Ein ganz neues, gelbes Spültuch aus Vlies fällt mir bei der Suche in die Hände. Klasse, damit habe ich alles zusammen.
Barbara von sockshype
Barbara
Schreibt auch für sockshype.com

Neben den Stickdateien brauche ich noch Reißvlies, Stickfolie Ultra Solvy, Bobbin, Stickgarn Rayon 40 in den Farben Schwarz, Weiß, Braun, Orange, Gelb, Grün, Rosa, eine Stickschere, eine Applikationsschere, weißen Webstoff, braunen Plüschstoff (z. B. Kullaloo Snugly) und Filz oder Stoffreste in Gelb und Weiß, (z. B. Felty). 

Das meiste gehört zur Grundausstattung eines Stickers. Gerade für die Applikationen reichen wirklich nur kleine Stoffreste. Und trotzdem finde ich in meiner Restekiste nichts in Gelb, das ich für die Blume und den Kumpel von Matthis brauche. Tja, Not macht erfinderisch. Ein ganz neues, gelbes Spültuch aus Vlies fällt mir bei der Suche in die Hände. Klasse, damit habe ich alles zusammen. Das heißt, die obligatorische Fusselrolle ist auch noch mit von der Partie und damit die Stickereien nett verschenkt werden können, besorge ich Rahmen für die Handstickerei aus Bambus.

Zubehör für Stickmaschinen
Das Zubehör für die Stickmaschine gehört zur Grundausstattung: Reißvlies, Stickfolie, Stickgarn und gute Scheren.

Jetzt geht es los, oder doch nicht?

Ein Stück weiße Webware als Trägerstoff und das Reißvlies spanne ich in meinen mittleren Rahmen 12 x 18 cm fest ein. Man sollte darauf leicht trommeln können. Dann ist es perfekt.

Mittels des USB-Sticks übertrage ich die Stickdatei auf die Stickmaschine. Jetzt geht es los. Oder doch nicht?

Der Startknopf an der Stickmaschine bleibt rot. Oh je! Die Profis unter euch erkennen das Problem bestimmt sofort. Mein ausgewählter Stickrahmen hat nur 12 x 18 cm. Die Datei ist allerdings für 13 x 18 cm ausgelegt. Was tun? Ich verkleinere die Datei auf 97 % bzw. drehe die Datei mit Hase und Küken zusätzlich noch um 90°. Sofort zeigt der Startknopf grün an und die Maschine ist endlich bereit. 

Nun aber!

Die ersten Stiche rattern nur so daher. Die Applikationsstickdateien sind genial aufgebaut. Für die Applikationen werden nämlich zunächst die Umrisse gestickt. So kann ich ein passendes Stoffstückchen genau positionieren. 

Stickdatei Applikation sticken
Osterhasen Applikation Sticken: Mit der Stickfolie Solvy und der Applikationsschere wird das Ergebnis perfekt.

Bevor ich den Plüschstoff feststicke, lege ich noch ein Stückchen transparente Stickfolie auf. Sie sorgt für ein gleichmäßiges Stickbild beispielsweise auf hochflorigen Stoffen. 

Was zuviel ist, muss weg

Applikationsschere
Einsatz für die Applikationsschere: Überstehender Stoff wird sauber weggeschnitten.

Ist eine Applikation beendet, ziehe ich den Stickrahmen heraus und schneide mit der Applikationsschere den überstehenden Stoff ab. Die Applikationsschere ist ein Arbeitsgerät, das ich nicht mehr missen möchte. Denn durch die besondere Form gelingt ein sauberes Zurückschneiden und zudem wird vermieden, den Trägerstoff zu beschädigen. 

Das hilft gegen Stoffflusen beim Sticken

Wer schon einmal mit Plüschstoff gearbeitet hat, weiß: Er fusselt unendlich.

Um dem ein wenig Herr zu werden, kommt die Fusselrolle direkt nach dem Zurückschneiden des überstehenden Stoffs zum Einsatz. 

Fusselrolle
Die Fusselrolle hilft gegen Stoffflusen beim Sticken von Applikationen und hochflorigen Kuschelstoffen.

Der Garnwechsel an der Stickmaschine – ganz einfach

Die Stickdateien sind zwar in der Regel so angelegt, dass Elemente mit der gleichen Garnfarbe nacheinander gestickt werden. Dennoch ist es notwendig mehrere Garnwechsel vorzunehmen. Bei meiner alten Nähmaschine gab es keinen Einfädler und ich musste den Faden immer von Hand in das Nadelöhr bugsieren. Meist bog sich der Faden in alle Richtungen, nur nicht durch die kleine Öffnung in der Nähmaschinennadel. Was habe ich das gehasst!

Die Bernette B79, die ja eine kombinierte Näh- und Stickmaschine ist, hat einen Einfädler. Ich bin jedes Mal begeistert, wie leicht das nun geht. Einfädelhebel nach unten drücken, den Faden nach der Anleitung auf dem Display um die entsprechenden Positionen führen, langsam den Einfädelhebel hochschieben und tada, der Faden wird zu einer Schlaufe durch das Nadelöhr geschoben. So macht der Garnwechsel sogar Spaß!  

Garnwechsel Stickmaschine
Garnwechsel an der Stickmaschine: Mit der Einfädelhilfe an der bernette B79 / B70 sehr einfach.
Einfädelhilfe Stickmaschine
Die Einfädelhilfe bei der Stickmaschine funktioniert intuitiv und nach einigen Garnwechseln sogar ohne nachzudenken.

Applikation sticken: Ein kleiner Trick bei den Ohren

Die Stickfolie, die ich über den Plüschstoff und die Filzteile gelegt habe, ist eine wasserlösliche Folie. Kommt sie mit Wasser in Berührung, löst sie sich auf. Bei Plüsch und auch bei Filz sollte man ein Wasserbad allerdings vermeiden. Dazu gibt es aber auch eine Lösung: Die Stickstiche haben die Folie perforiert und dadurch lässt sie sich zu guter Letzt einfach herausreißen. 

In der Regel! Bei den Ohren stelle ich fest, dass es an den schmalen Stellen zwischen den Außenkanten und der Stickerei wenig Möglichkeiten gibt, die Folie gut zu greifen. Gut ich habe die Folienreste Stück für Stück mit einer Pinzette herausgezogen. Doch schön, ist das nicht.

Deshalb habe ich mir beim Sticken der nächsten Hasenohren was überlegt: Bevor ich die rosafarbenen Innenohren sticke, trenne ich die Folie im Bereich der Ohren heraus. Das geht ganz einfach. Nun lege ich von den Resten der Stickfolie, die ich zuvor abgeschnitten habe, zwei schmale Streifen wieder über die Ohren. Nach dem Sticken können die Streifen bequem gegriffen und abgerissen werden … und das Herausreißen macht sogar noch Spaß!