Im Frühling und Sommer verändern sich auch meine Nähprojekte. Während es im Winter oft größere, schwerere oder aufwendigere Sachen sind, habe ich in der warmen Jahreszeit viel mehr Lust auf luftige Ideen, die schneller umgesetzt sind und direkt nach draußen, auf den Gartentisch oder in die helle Küche passen. Eine Rüschen-Tischdecke ist dafür genau das richtige Projekt, weil sie einfach zu nähen ist und sofort diese leichte, wohnliche Stimmung mitbringt, die für mich so gut in den Frühling passt.
Für dieses Projekt brauchst Du keine aufwendige Vorbereitung und nur diese Materialien:
- Deinen Wunschstoff: ich habe leichte Baumwolle mit Karomuster verwendet
- Passendes Nähgarn
- Deine Nähmaschine
- Optional: einen Kräuselfuß
- Optional: einen Säumerfuß
- Eine Stoffschere
1. Die Basis für deine Tischdecke vorbereiten
Am Anfang schneidest du den Stoff für die Tischdecke in der passenden Größe zu. Je nach Tisch kann die Grundform eckig oder rund sein. Wichtig ist, dass du dich an den Maßen deiner Tischplatte orientierst und schon beim Zuschnitt überlegst, wie weit die Decke später fallen soll. So entsteht die Basis, auf die die Rüschen anschließend aufgenäht werden.
Danach bereitest du die Rüschenstreifen vor. Ihre Länge sollte in etwa den Umfang der äußeren Kanten der Tischdecke x2 entsprechen, damit die Rüschen später schön fallen und genug Bewegung bekommen. Die Breite kannst du ganz nach Geschmack wählen. In diesem Beispiel beträgt sie 40 cm.
2. Rüschenkante kräuseln und sauber annähen
Im nächsten Schritt wird der Rüschenstreifen eingekräuselt. Das funktioniert besonders praktisch mit einem Kräuselfuß.
Alternativ kannst du den klassischen Weg wählen, indem du die Stichlänge deiner Maschine auf die längste Einstellung setzt und einmal entlang der gesamten Länge nähst. Anschließend ziehst duvorsichtig von Hand an den Fadenenden, bis sich der Stoff gleichmäßig zusammenzieht. So entsteht nach und nach die typische Rüschenform.
Ist der Stoff eingekräuselt, verteilst du die Raffung ordentlich über die gesamte Länge. Danach nähst du den Rüschenstreifen an die Tischdecke an. Hier lohnt es sich, sorgfältig zu arbeiten, damit du keine Fältchen einnähst.
3. Der letzte Schritt: Säumen
Zum Schluss wird die Tischdecke gesäumt. Das geht besonders praktisch mit einem Säumerfuß, weil die Kante damit sauber und ordentlich verarbeitet wird und du viel Zeit sparst. Alternativ kannst du die Kante natürlich auch auf dem ganz klassischen Weg doppelt einschlagen und absteppen.
Fertig ist eine hübsche, dezente Landhaus-Tischdecke, die perfekt zu langen Tagen im Garten passt und dem Esstisch sofort eine weiche, einladende Ausstrahlung gibt. Sie wirkt nicht überladen, sondern bringt genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit, Romantik und Alltagstauglichkeit mit.




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