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Anleitung: So klappt Punch needle sticken

Die Punch Needle ist ein Thema, an dem man gut und gerne mal verzweifeln kann. Wenn die Schlaufen sich gleich wieder auflösen, der Faden fasert oder die Punch needle mal funktioniert und mal nicht, dann macht diese eigentlich so wirkungsvolle und lustige Handarbeitstechnik plötzlich gar keinen Spaß mehr. Ich weiß das, denn mir ging es zu Beginn genauso! 😉

Da ich es mit dem Punchen aber noch nicht aufgeben wollte, habe ich diverse Garne und Stoffe durchprobiert und auf einmal hatte ich den Dreh raus. Um dir diese Vorarbeit zu ersparen, teile ich hier all meine Erkenntnisse mit dir und stelle eine Anleitung zum Punch needle Sticken zusammen.

1. Was braucht man für die Punch needle?

Zum Punchen brauchst du eigentlich nur fünf Dinge: Garn oder Wolle, einen geeigneten Stoff, einen Stickrahmen, ein Material zum Sichern der Rückseite (zum Beispiel Tender Touch) und natürlich die Spezialnadel. Wenn du nicht lang suchen willst, haben wir zum Beispiel hier ein Paket inklusive mehrerer Vorlagen für dich, inklusive einer Anleitung zum Punch needle Sicken.

Punch Nadel Moosstick
Punch Nadel Prym

2. Welches Garn für die Punch needle verwenden?

Dies war meine erste Herausforderung. Ich habe mit verschiedenen Garnen gearbeitet, bis ich irgendwann meine Lieblingsgarne gefunden habe, die gut durchlaufen, gleichzeitig nicht zu rutschig sind und dennoch einen schönen flauschigen Effekt ermöglichen. Am liebsten verwende ich inzwischen Schachenmayr Merino Extrafine 120. Dies ist eine OEKO TEX zertifizierte Schurwolle, die super weich ist und in meinen Augen den schönsten Punch needle Effekt gibt.
Für detailreiche Motive, bei denen das Garn dünner und feiner sein muss, verwende ich am liebsten Anchor Pearl Cotton Stärke 5.

3. Welchen Stoff für die Punch needle verwenden?

Am besten verwendest du für das Arbeiten mit der Punch needle einen festen Baumwoll- oder Leinenstoff, der nicht zu eng und nicht zu grob gewebt ist. Ich empfehle dir als ideales Trägermatierial diese Stoffzuschnitte von Rayher.

Sticken mit der Punch needle

4. Wie funktioniert die Punch needle richtig?

Nach der Auswahl der richtigen Materialien haben wir schon mal einige potentielle Fehlerquellen aus dem Weg geräumt. Nun geht es ans Einfädeln der Nadel. Hierzu suchst du zunächst die passende Spitze aus. Ich empfehle immer lieber eine etwas größere Spitze zu verwenden. Meist arbeite ich daher mit der größten Spitze der Prym Nadel.
Nachdem diese an der Nadel montiert ist, kann das Ende deines Garns eingefädelt werden. Hierfür ist bei der Prym Punch needle ein dünner Draht dabei. Diesen fädelst du mit der Spitze von unten durch die Nadel, bis die Lasche oben wieder herauskommt. Nun fädelst du dein Garn durch diese Lasche und ziehst den Faden bis unten durch. Jetzt löst du den Draht und fädelst ihn noch einmal durch das kleine Loch in der Spitze der Nadel, legst erneut das Garn-Ende ein und ziehst es durch die Spitze. Fertig ist deine vorbereitete Nadel.
Als nächstes ist es wichtig, dass du auch deinen Stoff schön straff im Stickrahmen einspannst, sodass er wie eine Trommel sitzt. Wenn du es nicht schon vorher getan hast, kannst du jetzt noch ein Motiv auf deinen Stoff übertragen oder natürlich einfach „freestyle“ arbeiten.
Stich auf der Rückseite deines Stoffes ein, stecke die Nadel dabei ganz bis zum Anschlag durch. Die Öffnung der Nadel zeigt dabei in die Richtung, in die du sticken willst. Jetzt ziehst du die Nadel wieder ein Stück hervor und stichst erneut ein. Nach und nach wirst du ein Gefühl dafür bekommen, wie nah die Einstiche beieinander liegen müssen. Wenn du kaum ein paar Stiche weit kommst und sich die Schlaufen immer gleich wieder auflösen, kann das folgende Gründe haben.

5. Woran liegt es, wenn sich das Ergebnis der Punch needle gleich wieder löst?

Wenn sich die Schlaufen gleich wieder lösen, ist das demotivierend, aber das Gute ist – es hat immer einen Grund. Am wahrscheinlichsten ist es eine dieser Ursachen:

  • Die Spitze, die du gewählt hast, ist zu klein für dein Garn, sodass es nur mit Widerstand durchlaufen kann. Wähle in diesem Fall eine größere Spitze.
  • Mein häufigster Fehler: Das Garn auf meinem Knäul ist nicht weit genug abgewickelt und beim Einstechen wird es leicht zurückgehalten. Dies merkt man gar nicht, aber es reicht schon aus, dass sich keine Schlaufen bilden können. Habe also immer ein Auge auf deinen Fadenweg.
  • Die Öffnung der Spitze zeigt nicht in Stickrichtung oder du hast versehentlich in eine vorherige Schlaufe hineingestochen. Auch dadurch können sich die Laschen wieder lösen.
  • Der Stoff ist bearbeitet, sodass er leicht klebt. Ich habe zum Beispiel mit Sticky Fabri Solvy als Vorlage gearbeitet, ein wasserlösliches Vlies in DinA4, das sich bedrucken lässt. Dieses Material ist super für Vorlagen beim Handsticken, weshalb ich es auch für die Punch needle genutzt habe. Hierbei verklebt allerdings nach einigen Stichen die Nadelspitze und die Fäden bleiben daran haften. Wenn du also eine Vorlage auf deinen Stoff übertragen willst, dann mach dies am besten direkt mit dem Stift auf den Stoff.
  • Die Materialien ergänzen sich nicht gut, der Trägerstoff ist zum Beispiel zu grob oder zu fein gewebt (siehe oben).

6. Wie hält das Ergebnis bei der Punch needle?

Das Schlaufendesign, welches du mit der Nadel erstellt hast, ist während des Arbeitens relativ fragil, genauso noch danach, wenn man es nicht sichert. Wenn du mit deinem Motiv fertig bist, ist es also essenziell, dass du die Rückseite mit einem klebenden Material sicherst. Als einfachste Lösung empfehle ich dir hierfür Tender Touch, ein mit Klebeseite beschichtetes Vlies. Dieses kannst du einfach von der Rückseite auf dein Punch needle Ergebnis aufbügeln. Hierbei verbindet sich der Kleber mit der Rückseite der Schlaufen, sodass sich das Motiv nicht mehr lösen kann.

Ich hoffe, dass dir meine Anleitung zum Thema Punchneedle weitergeholfen hat und du bei deinem nächsten Projekt genauso begeistert von der coolen Struktur bist wie ich.

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